01.12.2019

Müllsammelaktion im Filmprojekt

Müllsammelaktion im Filmprojekt

Gemeinsam mit dem Rostocker Filmemacher Mark Sternkiker machten sich Kinder und Jugendlichen Kröpeliner Jugendbegegnungsstätte Jubek im März 2019 vier Tage lang im Rahmen des Aktion-Mensch-geförderten Projektes „Mein Handy, mein Leben und der ganze Rest“ vertraut mit Filmtechnik und Filminhalten. Die jungen Filmemacher beschäftigten sich mit Themen, die sie bewegten und die ihnen wichtig waren wie soziale Gerechtigkeit, Generationenwandel und Umwelt. Dabei entstand ein beeindruckender Streifen. „Viele von Euch hatten noch nie einen Clip gedreht, hatten Angst, vor der Kamera zu stehen – und jetzt gibt es eine Filmvorführung, die geht 30 Minuten, mit all Eurem Filmmaterial!“, resümierte der Rostocker Filmemacher und studierte Erziehungswissenschaftler Mark Sternkiker begeistert vor der ersten Filmpräsentation. „Ich will das erreichen, was die Kinder erreichen wollen – und die strebten in diesem Kurs ziemlich viel an“, meinte Mark auf die Frage nach seinen Zielen in diesem Projekt. Nachdem Mark vom neunjährigen Emil Peglow erfuhr, dass die Kinder einen Youtube-Kanal „Laub 12345“ hätten, auf dem unter anderem ein Sieben-Minuten-Clip ausführlich den verdreckten Stadtbach hinter der Grundschule zeigt und die Verursacher kritisiert, entstand in der Jubek-Runde die Idee zu diesem Film. Unter dem Motto: „Man kann nicht nur immer meckern, sondern man muss auch etwas anbieten“. Nach etwas Interview-Training und anderer Vorbereitung gingen die Kinder schließlich mit Kameras durch ihre Stadt, informierten Leute über den Müll im „Schulteich“ und luden am Folgetag zur gemeinsamen Reinigung ein. Von den angesprochenen Erwachsenen konnte wegen des Jobs, der eigenen Kinder oder anderer wichtiger Termine niemand dabei sein. Deshalb machten die Jubek-Kinder diese Arbeit allein und das Fazit steht im Raum: „Wenn sich wer wirklich Sorgen macht, sind es die Kinder“. Filmemacherin Emily Hein (12) haben gerade diese Aufnahmen am „Schulteich“ am besten gefallen, wie sie betont. Und ihr Kollege Emil Peglow wirft ein, dass die sieben vollen Müllsäcke mit dem gesammelten Abfall noch zur Abholung bereitstehen. „Die Leute, die hier filmen, die Interviewer – das sind alles die Kinder. Auch das Thema kam von ihnen, ich habe doch mit dem Fluss gar nichts zu tun. Ich bin nicht auf die Idee gekommen“, sagt Mark Sternkiker und ergänzt, dass die Kinder auch nötige Verbesserungen an ihren Filmen bei Probeläufen zwischendurch selbst erkannten: „Vor allem wurde dabei aber herausgefunden, was schon gut ist – lernen durch Verstärkung“. Zwei Momente begegnen ihm, er ist Vater eines Erstklässlers, bei der Arbeit mit Schülern immer wieder: „Lustlosigkeit überwinden und irgendetwas finden, was sie interessiert – von mir aus ein Horrorfilm“, sagt der Regisseur und Drehbuchautor des „spektakulärsten Zombiefilms, der jemals in Mecklenburg-Vorpommern gedreht wurde“, wie es auf Youtube über den Zombi-Horror-Action-Film „Rage on Stage“ (Wut auf der Bühne) heißt, der 2016 in Rostock seine Weltpremiere erlebte. „Zehn Jahre Arbeit und 50 000 Euro aus unserer Tasche“, für 72 Minuten Film, erinnert sich Filmemacher Sternkiker. Das ist aber ein anderes Thema. Sven Ehrecke von der Karo AG aus Rostock wohnte der Filmpremiere bei und schenkte der Jubek drei Apple-Mc-minis-Rechner. Vielen Dank dafür von allen Kindern und Jugendlichen der Jubek Kröpelin!

(Das Interview mit Herrn Sternkiker

führte Herr Thomas Hoppe von der OZ Bad Doberan, den ganzen Artikel findet ihr

unter https://www.ostsee-zeitung.de/Mecklenburg/Bad-Doberan/Kinder-filmen-gegen-Muell)

Du hast auch 'ne Story? Erzähl sie uns gerne: Hier!